Startseite > Bodenabbau > Politik & Kommune Landkreis Osnabrück  Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten Niedersachsens. Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte  Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.   Er besteht aus 34 Gemeinden, darunter acht Städte und vier Samtgemeinden in Größen zwischen unter  7000 und mehr als 45.000 Einwohnern. Im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform wurden im Jahre  1972 die Landkreise Bersenbrück, Melle, Osnabrück und Wittlage zum Landkreis Osnabrück  zusammengeschlossen. In ihnen liegen 47 Landschaftsschutzgebiete mit einer Gesamtgröße von ca. 814 qkm. Das entspricht ca.  38 % der Kreisfläche. Zudem bestehen hier 28 Naturschutzgebiete, aufgeteilt auf ca. 22 qkm. Die Wälder  bedecken mit 41.417 ha fast 20 % der Gesamtfläche. Der Fachdienst Umwelt, dem auch die untere  Naturschutzbehörde zugeordnet ist, ist für Überwachung der verschiedenen Formen von Schutzgebieten,  teilweise auch für ihre Einrichtung verantwortlich. Schutzgebiete werden festgesetzt, um Natur und  Landschaft zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder als Lebensstätten bestimmter wildwachsender  Pflanzen und Tiere, aus wirtschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen  ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder Schönheit besonders zu schützen. Gestaltungsmöglichkeiten  bieten die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück und der Geo.Naturpark Nördlicher Teutoburger  Wald/ Wiehengebirge e.V. Die Geschäftsführung liegt jeweils beim Fachdienst Umwelt. Auch für die vom  Landkreis Osnabrück initiierten Naturschutzförderprogramme ist er verantwortlich.   Und so stellt sich der Landkreis der Öffentlichkeit dar:  „Bei uns erholen Sie sich in einem der größten Naturparke Deutschlands mit einer einzigartigen  Landschaftsvielfalt. Über 70% der Naturparkfläche besteht aus Waldgebieten mit unterschiedlichsten und  teilweise seltenen Pflanzen. Ein prima Klima lässt Sie aufatmen. Das weite Bauernland im Norden des  Osnabrücker Landes besitzt den Charakter einer Parklandschaft, durchzogen von der Ankumer Höhe mit  ihren Wäldern. Zu beiden Seiten der Hase erstreckt sich das Artland, die reiche Kornkammer mit ihrer  eigenen Kultur und Tradition. Intakte Moorgebiete sind die Heimat seltener Pflanzen und Tiere. Die Welt ist  in Ordnung, das Leben beschaulich. Alles andere als ein lärmendes und hektisches Touristenzentrum. Man  nimmt sich noch Zeit. Für seine Gäste und für sich. Hier finden Sie Orte der Ruhe und Gastfreundschaft.“  Und weiter: „Ruhe und Erholung in einer stimmungsvollen Landschaft - die Samtgemeinde Neuenkirchen  bietet Ihnen Wald, Heide und Moor.  Gemeinde Merzen Mitten im Herzen des Osnabrücker Landes, im Südwesten des Altkreises Bersenbrück und teilweise im  Naturpark "TERRA-Vita" liegt die Gemeinde Merzen. Sie ist 40 Kilometer von der Stadt Osnabrück  entfernt, in der die Kreisverwaltung ihren Sitz hat. Auf einer Größe von 52,94 km² zählt die Gemeinde 4157  Einwohner (Stand 14.07.03). Sie bildet mit den Gemeinden Voltlage und Neuenkirchen die Samtgemeinde  Neuenkirchen. Als einer der wenigen Kommunen in Niedersachsen ist die Gemeinde Merzen schuldenfrei.  Das Bild Merzens und seiner Ortsteile (Ost- und Westeroden, Döllinghausen, Engelern/Schlichthorst,  Lechtrup, Südmerzen, und Plaggenschale) hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert, nicht nur  wegen des  Dorferneuerungsprogramms, sondern auch durch Veränderung der heimischen  Kulturlandschaft (Sandabbau). Gesamtmittel in Höhe von sechs Millionen DM flossen in den letzten Jahren  für die Dorferneuerung in Merzen (ca. 4,9 Millionen DM), Plaggenschale (750000 DM) und für die  Verbesserung der Infrastruktur vor Ort.  Der im Rahmen der Dorferneuerung angelegte kleine Park in Plaggenschale/Mitte wird aber bis heute von  der Bevölkerung kaum angenommen.  Doch auch Merzen selbst erhielt eine neue "Mitte":  Zwischen dem Waldgebiet "Pastorsholz", Hauptstraße  und Westerholter Straße legte die Gemeinde auf einer  zwei Hektar großen Fläche eine weitläufige  Parkanlage mit zwei Dorfteichen an. Rund 320 000  DM investierte sie in den Endausbau der Spazierwege  und der Grünflächen. Der Rat und Verwaltung glauben  die Bedeutung von Gastronomie und Tourismus für  eine Landgemeinde erkannt zu haben. Auf Wander-  und Radwege in abwechslungsreicher, reizvoller  Landschaft mit Sehenswürdigkeiten wie Hügelgräber,  wird zwar hingewiesen, aber gerade Letzteres als  touristisches Ziel nicht konsequent verfolgt. Eine  beantragte Anerkennung als Erholungsort wurde  aktuell (Dez 2003) vom deutschem Wirtschaftsinstitut  für Tourismus abgelehnt. In der laufenden  Legislaturperiode der Gemeinde Merzen (2001 bis  2006) zählt der Rat 15 Mitglieder. Zwölf Ratsherren  bzw. Ratsfrauen gehören der CDU, einer der SPD und zwei der Freien Wählergemeinschaft (FWG) an.  Rathaus Merzen Untere Naturschutzbehörde Die Durchführung von gesetzlichen Bestimmungen zum Naturschutz obliegt den Naturschutzbehörden. Die  Oberste Naturschutzbehörde ist in Niedersachsen das Ministerium für Umwelt. Dieser obersten  Aufsichtsbehörde sind die Landkreise, die kreisfreien Städte und die Stadt Göttingen als Untere  Naturschutzbehörden nachgeordnet. Die bürgernächsten Anlaufstellen für Naturschutzfragen sind die  Landkreise und kreisfreien Städte. Hier teilt man Ihnen auch gerne die Adressen der Naturschutzverbände  mit. Die Fachbehörde für Naturschutz hat vor allem eine beratende Funktion und ist im gesamten Land  Niedersachsen tätig  Die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Osnabrück ist dem Fachdienst Umwelt zugeordnet.  Rechtliche Grundlagen: Nds. Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) § 54 Naturschutzbehörden (1) Die Landkreise und die kreisfreien Städte nehmen die Aufgaben der unteren Naturschutzbehörden  wahr. Die Zuständigkeit der großen selbständigen Städte und der selbständigen Gemeinden wird  ausgeschlossen. Die oberste Naturschutzbehörde kann auf Antrag die Aufgaben der unteren  Naturschutzbehörde einer großen selbständigen Stadt übertragen; die Übertragung kann widerrufen  werden, wenn die große selbständige Stadt dies beantragt oder sie keine Gewähr mehr für eine  ordnungsgemäße Erfüllung der ihr übertragenen Aufgabe bietet. Die Aufgaben der unteren  Naturschutzbehörde gehören zum übertragenen Wirkungskreis.  (2) Obere Naturschutzbehörden sind die Bezirksregierungen. Oberste Naturschutzbehörde ist das  Fachministerium. § 55 Aufgaben und Zuständigkeit der Naturschutzbehörden (1) Den Naturschutzbehörden obliegt die Durchführung dieses Gesetzes. Sie haben darüber zu wachen  und darauf hinzuwirken, dass die Rechtsvorschriften über Naturschutz und Landschaftspflege eingehalten  werden.  (2) Die unteren Naturschutzbehörden sind zuständig, wenn nichts anderes bestimmt ist. Sie sind  zuständige Behörden im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der danach ergangenen  Rechtsverordnungen, soweit nicht die Aufgaben der obersten oder oberen Naturschutzbehörde oder der  Fachbehörde für Naturschutz zugewiesen sind. Die oberen Naturschutzbehörden und die oberste  Naturschutzbehörde üben die Fachaufsicht über die ihnen nachgeordneten Naturschutzbehörden aus.  Eine Fachaufsichtsbehörde kann an Stelle einer nachgeordneten Behörde tätig werden, wenn diese eine  Weisung nicht fristgemäß befolgt oder wenn Gefahr im Verzuge ist; die dabei entstehenden Kosten sind  von der nachgeordneten Behörde zu erstatten.  (3) Die oberste Naturschutzbehörde kann bestimmen, dass an Stelle einer nachgeordneten  Naturschutzbehörde eine andere Naturschutzbehörde zuständig ist, wenn eine Angelegenheit in den  Zuständigkeitsbereich mehrerer Naturschutzbehörden fällt oder wenn dies aus anderen Gründen  zweckdienlich erscheint. § 56 Zusammenarbeit der Naturschutzbehörden und anderer Behörden (1) Die anderen Behörden und öffentlichen Stellen haben im Rahmen ihrer Zuständigkeit die  Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu unterstützen. Sie haben die  Naturschutzbehörden bereits bei der Vorbereitung aller öffentlichen Planungen und Maßnahmen, die die  Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege berühren können, zu unterrichten und anzuhören,  soweit nicht eine weitergehende Form der Beteiligung vorgeschrieben ist.  (2) Die Beteiligungspflicht nach Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend für die Naturschutzbehörden. soweit  Planungen und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege den Aufgabenbereich anderer  Behörden berühren können.  § 57 Fachbehörde für Naturschutz Die Fachbehörde für Naturschutz ist eine Behörde des Landes. Sie wirkt bei der Ausführung dieses  Gesetzes mit. Neben den Aufgaben, die ihr durch andere Vorschriften dieses Gesetzes zugewiesen  werden, hat sie insbesondere  1. Untersuchungen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege  durchzuführen,  2. die Naturschutzbehörden und andere Stellen in Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege  zu beraten.  3. die Öffentlichkeit über Naturschutz und Landschaftspflege zu unterrichten,  4. die Aufgaben der staatlichen Vogelschutzwarte wahrzunehmen.  § 58 Beauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege (1) Die Naturschutzbehörde bestellt Beauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege. Die Bestellung  bedarf der Bestätigung durch die obere Naturschutzbehörde. Die Beauftragten müssen die erforderliche  Sachkunde besitzen und dürfen nicht Bedienstete der bestellenden Behörde sein. Sie werden jeweils für  fünf Jahre bestellt.  (2) Die Beauftragten beraten und unterstützen die Naturschutzbehörde in allen Angelegenheiten des  Naturschutzes und der Landschaftspflege. Sie fördern das allgemeine Verständnis für diese Aufgaben. Sie  sind an fachliche Weisungen nicht gebunden. Die Naturschutzbehörde hat ihnen die Auskünfte zu erteilen,  die zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlich sind.  (3) Die Beauftragten sind ehrenamtlich für den Landkreis oder die Stadt tätig.  Träger öffentlicher Belange (TöB) Alle Institutionen, Behörden, Vereine, Verbände, Gruppen und auch Einzelpersonen können als Träger  öffentlicher Belange anerkannt werden, wenn sie bei einem genehmigungspflichtigen Vorhaben eine  maßgebliche Rolle spielen, oder unmittelbar davon betroffen sind.  Reinhard Freiherr von Schorlemer Freiherr von Schorlemer wurde am 27.04.1938 in Fürstenau geboren. Er ist verheiratet und seit 1965 Land-  und Forstwirt in Lonne bei Fürstenau. Im Jahr 1962 hat er das Studium an der Höheren Fachschule für  Sozialarbeit mit Examen abgeschlossen. Seine politische Karriere begann schon 1955, als er mit 17 Jahren in die CDU eintrat. In den Jahren 1963  bis 1965 war er Landesgeschäftsführer der Jungen Union in Hannover. Dann bis 1973 für die Junge Union  auf verschiedenen Ebenen tätig. In den Jahren 1971 bis 1990 war er zunächst Kreisvorsitzender des CDU-  Kreisverbandes Bersenbrück und anschließend Vorsitzender des Kreisverbandes Osnabrück-Land.  Er war  letzter Bürgermeister im Ortsteil Engelern und Ratsherr in der Interimszeit von Merzen im Jahr 1972. Aus  dieser Zeit heraus ist ihm der jetzige Bürgermeister, Gregor Schröder, zu einem interessanten und  wertvollen Gesprächspartner geworden.  Im Jahr 1974 wurde er in den Landtag gewählt und war dort u. a. Vorsitzender des Arbeitskreises  Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der CDU-Fraktion. 1980 ist er als Mitglied des Deutschen  Bundestages nach Bonn gewechselt. 1986 wurde er in den Kreistag des Landkreises Osnabrück gewählt,  dem er bis 1996 angehörte. 1986 bis 1991 war er auch Mitglied des Rates der Samtgemeinde Fürstenau  und dort Vorsitzender der CDU-Fraktion.  Im Jahr 1997 ist er wegen besonderer Verdienste um Volk und Staat vom damaligen Bundespräsidenten  Roman Herzog mit dem Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik  Deutschland ausgezeichnet worden. Er erhielt die Ehrung aus der Hand der damaligen  Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.  Im Oktober 2002 endete nach 22 Jahren seine Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag. Dort war er zuletzt  Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und daher auch  zugleich Mitglied im Fraktionsvorstand der gemeinsamen CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er vertrat die  CDU-Landesgruppe nach außen, berief und leitete die CDU-Landesgruppensitzungen und bestimmte ihre  Tagesordnungen. Gemeinsam mit dem CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden beriet er über niedersächsische  Interessen, die auf den Landesgruppensitzungen geäußert wurden.  Politische Schwerpunkte setze er im Bereich der Landwirtschafts- und Forstpolitik und war als Vorsitzender  der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) tätig.  Als Präsident stand er an der  Spitze der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Sie ist eine der ältesten deutschen  Umweltschutzorganisationen. Ziel dieses Verbandes ist es, den Wald als unverzichtbaren Bestandteil der  Umwelt für den Menschen zu erhalten. Sein besonderes Interesse galt daneben der Intensivierung und  Verbesserung der deutsch-ungarischen Beziehungen, mit denen er sich als Vorsitzender der Deutsch-  Ungarischen Parlamentariergruppe beschäftige.  Bis Oktober 2002 war er ordentliches Mitglied in den Gremien „Auswärtiger Ausschuss“ und „Gemeinsamer  Ausschuss“. Als stellv. Mitglied im „Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft” und  der „Delegation Interparlamentarischen Gruppe der Bundesrepublik Deutschland“.  Ein Auszug aus seinem Bericht als Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen der CDU/CSU-  Bundestagsfraktion vom 10. 8. 2002:  „Unser Leitbild ist eine nachhaltige, wettbewerbsfähige, nach bäuerlichen Prinzipien arbeitende Land- und  Forstwirtschaft, die flächendeckend betrieben wird, wobei uns auch die Förderung nachwachsender  Rohstoffe sehr am Herzen liegt.“  Auszug aus seiner der Rede zum Gesamtwaldbericht im Deutschen Bundestag am 6. Juni 2002:   „... daher hat auch zu Recht der Deutsche Forstwirtschaftsrat am 28. Mai 2002 beschlossen: „Die  Verwendung von Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft ist zu fördern“. Im Bundesnaturschutz ist eine große  Chance dadurch vertan worden, dass der Vertragsnaturschutz nicht vorrangig eingeräumt wurde. Denn der  Wald mit seinen vielfältigen Schutzfunktionen setzt eine vertrauensvolle Kooperation zwischen  Waldbesitzern und Waldinteressen und Naturschutzbelangen voraus. Nur im Zusammenwirken lassen sich  auch schwierige Fragen lösen.“   Und als Schlusswort: „Ein gegen den Willen des Waldbesitzes aufgebauter Naturschutz wird auf Dauer kontraproduktiv sein und  wir müssen der Bevölkerung unseres Landes verständlich machen, dass der gepflegte und gern besuchte  Wald über Generationen unterhalten und nur für Generationen erhalten werden kann, wenn diese Leistung  auch finanziell von der Allgemeinheit mitgetragen wird. Der Wald ist die grüne Lunge Deutschlands. Die  Klimaschutzfunktion in der ganzen Welt und damit auch in Deutschland ist nicht hoch genug zu bewerten.  ‚Der Wald gehört für Mensch und Umwelt zu den bedeutendsten Naturressourcen der Welt’ so heißt es im  Waldbericht und daher ist er in seinen Funktionen Nutz , Schutz und Erholung zu erhalten und über  zukünftige Generationen zu bewahren“.  Eine weitere Aussage aus seiner ehemaligen Web-Site:  “Man kann sich wohlfühlen in unserem Osnabrücker Land. Hier findet man tatkräftige und gesellige  Menschen in einer intakten Natur“.  Kontakt Impressum I Suchen >> I Kontakt Startseite I Seitenanfang I