Startseite > Massentierhaltung > Legehennenstall Als Beispiel: Angaben zum Legehennenstall der Fa. Köstermenke, Merzen/Engelern  Der beantragte Junghennenaufzuchtsstall der Fa. Köstermenke aus Engelern hat eine Nutzfläche von 7740 m² in  zweigeschossiger Bauweise bei einer Besatzdichte von 25 kg/m². (Vorgabe nach den Richtlinien für „Mindestanforderungen an die Junghennenaufzucht für die Boden und  Freilandhaltung“ -Legeeinrichtung-).  Die wöchentliche Entsorgung und Verwertung des Kots dieses fünfreihiges Volierensystems übernimmt die Fa.  Knoll GmbH aus Geeste/Bramhaar. Hierfür gibt es einen Sondernutzungsvertrag zwischen der Gemeinde Merzen und Köstermenke/Knoll. Die  Kotlagerung vor Ort ist nicht erlaubt. Bei der 17–18 Wochen dauernden Aufzuchtsperiode darf der entstehende  Lärm von tagsüber 60 db und nachts 45 db nicht überschritten werden. Die End- und Versorgung ist auch deshalb  nur tagsüber genehmigt.  Eine Auflage des Landkreises ist der Einbau eines so genannten Emslandfilters. Dadurch wird die Abluft zunächst  auf ein Wasserbett geleitet und hier anschließend in 11,5 m Höhe an die Umwelt abgegeben. Durch wöchentliche  Eigenkontrolle ist die Funktion dieses Filters sicherzustellen und in einem Betriebstagebuch festzuhalten. Eine  weitere Auflage besagt, dass der Stall in grüner Farbe und mit dunkler Abdeckung zu versehen ist. Als Ausgleichsmaßnahme ist ein Feuchtbiotop vorgesehen. Umweltbelastung: Die Gesamtbelastung im ca. 113 ha großem Untersuchungsgebiet der Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU)  vom Dezember 2008 steigt auf 9% der Gesamtjahresstunden. Die Vorbelastung wird mit 4-6 % angegeben. Der  Grenzwert ist 20%. Bei den im Südwesten gelegenen landwirtschaftlichen Betrieben im Abstand von 380 m (Sauenhaltung) bzw. 500  m (Sauen- und Milchviehhaltung) sind schädliche Umwelteinwirkungen (Gerüche) laut UVU hier im Regelfall nicht  gegeben. Die Belastung steigt hier von 5 auf 7 %, bzw. von 6 auf 9 %. Der Anstieg der Stickstoffbelastung wird mit 3 kg/ha pro Jahr angegeben, und ist laut UVU unerheblich, da dort  kein Wasserschutzgebiet ausgewiesen ist. Die Gesamtstaubemission wird mit 1kg/h angegeben. Die Zusatzbelastung von Feinstaub überschreitet die  Irrelevanzgrenze von 1,2 mg/m³ (mikrogramm/m³) in einem weiten Gebiet. 26 Tage im Jahr übersteigt der Wert im  Untersuchungsgebiet 25 mg /m³. Die maximale Belastung im Bereich des Wohnhauses 350 m Nordöstlich des  Stalles liegt bei 1,1 mg /m³. Alle ermittelten Werte dieser UVU haben jedoch wenig Bedeutung für die Anlieger, da es faktisch keine  Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe gibt. Allgemeine Wohnbebauung und Gebiete im Sinne bundesweiter Gesetze  sind von der geplanten Anlage über 3.000 m entfernt.  Die nur wenige hundert Meter entfernten Betriebe zählen als nicht zusammenhängende Bebauung für das  Wohnen von Menschen. Die Wohnbebauung im Außenbereich ist nicht maßgeblich, da hier dem Wohnen im Sinne des Gebots der gegenseitigen Rücksichtnahme ein geringer Schutzanspruch zuzumessen ist. Kontakt Impressum I Suchen >> I Kontakt Startseite I Seitenanfang I